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Zwischen den Fronten- wenn es im Hundetraining nur noch um "richtig" und "falsch" geht

  • beaf96
  • 31. März
  • 2 Min. Lesezeit

Im Hundetraining gibt es viele Meinungen, egal ob in den Sozialen Medien, im Alltag oder unter Hundemenschen.


Oft wirken sie sehr klar.

Die einen sagen: So ist es richtig.

Die anderen sagen: Genau das ist falsch.


Mit der Zeit entstehen 2 Lager:

Jeder hat seine Erfahrungen.

Jeder hat seine Argumente.

Und jeder ist überzeugt, den richtigen Weg zu gehen...aber dadurch wird der Blick immer enger.


Denn dabei gerät etwas in den Hintergrund, eigentlich das Wichtigste, der im Mittelpunkt stehen sollte- DER HUND.


Es geht immer weniger um den Hund, sondern mehr darum, welche Methode "funktioniert" oder welche Einstellung ist richtig.


Wir wissen alle, Verhalten verändert sich durch Training.

Es kann entstehen, weil der Hund sich orientiert, weil er etwas verstanden hat oder weil es sich für ihn lohnt.


Es kann aber auch entstehen, weil er versucht, eine Situation zu beenden oder zu vermeiden.


Entscheidend ist weniger, dass sich was verändert- sondern wodurch und auf welche Weise die Veränderung stattfindet.

Denn nicht jede Reaktion vom Hund entsteht aus Verständnis oder Orientierung. Nicht alles, was ruhig oder "funktionierend" wirkt, hat auch eine passende Grundlage.


Aber auch etwas, das gut gemeint ist, passt nicht automatisch für jeden Hund in jeder Situation.

Nicht alles, was "funktioniert" ist immer sinnvoll.


Das bedeutet aber nicht, das Training keine Rolle spielt- aber es zeigt:

dass oft um mehr als um Methoden geht.


Vielleicht sollte es weniger darum gehen, wer recht hat. Sondern mehr darum, den Blick wieder stärker auf den Hund zu richten-

darauf was er zeigt oder wie er reagiert. In welchen Zustand er sich gerade befindet.


Denn Verhalten entsteht nicht nur aus dem was der Hund gelernt hat, sondern wie angespannt oder entspannt er ist, wie gut er gerade mit der Situation zurecht kommen kann oder was sein Körper in dem Moment überhaupt leisten kann.


Und genau dort beginnt das Verständnis-

aus dem Vertrauen entsteht,

das die Beziehung stärkt

und den Blick für das öffnet, was der Hund wirklich braucht- Denn so können wir Verhalten nachhaltig ändern.


Und vielleicht beginnt genau dort der Teil, der im Alltag den grössten Unterschied macht.

Ein Umgang, der von Ruhe geprägt ist, von Klarheit und ein Verhalten, das nicht eingefordert werden muss, sondern entstehen darf.









 
 
 

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